Vertrag als Mutteraufgabe
Der Wartungsvertrag ist eine Aufgabe, jede einzelne Wartung eine Unteraufgabe. Turnus, Aufwand und Zugang werden vom Vertrag übernommen, damit sie nicht bei jeder Wartung neu eingegeben werden.
Praxisbeispiel Wartung
Für Dachdecker- und Bedachungsbetriebe, die Dach- und Rinnenwartungen für viele Kunden in festen Abständen durchführen. Wir haben dafür einen Ablauf gebaut, bei dem ein Wartungsvertrag einmal per Formular erfasst wird. Danach legt die Automatisierung jede Wartung mit Fälligkeit an, erzeugt das passende digitale Protokoll und plant nach dem Abschluss die nächste Wartung selbst ein. Der Ablauf läuft in drei Dachdeckerbetrieben.
01 Ausgangslage
02 Ablauf
Das Büro füllt ein Formular aus: Wartungstyp, Turnus, geschätzter Aufwand, Zugang zum Dach, nötige Genehmigungen und die Monate, in denen gewartet wird.
Die Automatisierung findet den Vertrag im Projektboard und legt je Wartung eine Unteraufgabe aus einer Vorlage an, mit allen Angaben und der Fälligkeit im gewählten Monat. Liegt der Monat schon hinter uns, rutscht sie ins nächste Jahr.
Jede Wartungsaufgabe bekommt einen Link zum digitalen Wartungsprotokoll, in dem Kunde, Adresse und Auftragsnummer schon eingetragen sind.
Der Monteur füllt das Protokoll auf dem Smartphone aus. Das fertige PDF wird automatisch im Projektordner abgelegt und an der Aufgabe verlinkt. Ist die Wartung abgeschlossen, wandert sie in die Freigabe.
Wird die Wartung abgehakt, legt die Automatisierung die nächste Wartung mit denselben Vertragsdaten und neuer Fälligkeit an, außer der Vertrag war einmalig.
03 Umsetzung
Der Wartungsvertrag ist eine Aufgabe, jede einzelne Wartung eine Unteraufgabe. Turnus, Aufwand und Zugang werden vom Vertrag übernommen, damit sie nicht bei jeder Wartung neu eingegeben werden.
Protokolle werden über die Auftragsnummer im Formular der richtigen Aufgabe zugeordnet. Findet die Automatisierung keinen passenden Vertrag, legt sie eine Warnaufgabe für das Büro an, statt still abzubrechen.
Wartungen, Reparaturen und Aufträge werden regelmäßig aus dem Projektboard in eine Plantafel-Tabelle übertragen. Die Tabelle wird zusätzlich als PDF mit Zeitstempel archiviert.
Die Automatisierung holt die Wettervorhersage für den nächsten Tag. Ein KI-Baustein formuliert daraus einen kurzen deutschen Wetterbericht für die Dacharbeit, der oben in der Plantafel steht.
04 Vergleich
Was sich im Büro und auf dem Dach geändert hat:
| Schritt | Ohne Automatisierung | Mit Automatisierung |
|---|---|---|
| Termin im Blick behalten | Tabelle regelmäßig durchsehen | Aufgabe mit Fälligkeit erscheint automatisch |
| Unterlagen für den Monteur | Kundendaten heraussuchen und mitgeben | Vorausgefüllter Protokoll-Link an der Aufgabe |
| Protokoll | Papier, später abtippen oder scannen | Smartphone-Formular, PDF landet im Projektordner |
| Folgetermin | Muss jemand daran denken | Wird beim Abhaken automatisch angelegt |
| Freigabe zur Abrechnung | Nachfragen, ob die Wartung erledigt ist | Abgeschlossene Wartung wandert in die Freigabe |
05 Erfahrungen
Wir legen nicht alle Wartungen der nächsten Jahre im Voraus an, sondern immer nur die nächste. Das Board zeigt nur, was wirklich ansteht, und Änderungen am Vertrag gelten automatisch ab der nächsten Wartung.
Eine Automatisierung, die bei einem Tippfehler still abbricht, ist gefährlicher als gar keine. Jeder Fall, den sie nicht sicher zuordnen kann, wird als Aufgabe für das Büro sichtbar.
Vorausgefüllte Links sparen dem Monteur Tipparbeit auf dem Dach und verhindern falsche Adressen oder Auftragsnummern im Protokoll.
06 Übertragbar
07 Häufige Fragen
Bewährt hat sich, den Vertrag einmal strukturiert zu erfassen und jede Wartung als eigene Aufgabe mit Fälligkeit anzulegen. Eine Automatisierung übernimmt dann das Anlegen der Folgetermine, das Vorausfüllen der Protokolle und die Ablage der fertigen Protokolle.
Nicht zwingend. In diesem Beispiel arbeiten die Betriebe mit einem Projektmanagement-Werkzeug, einem Formular-Dienst und Google Drive, verbunden über Make. Bietet Ihre Handwerkersoftware bereits eine Wartungsverwaltung, prüfen wir zuerst, ob sie ausreicht.
Ja. Das Protokoll ist ein Webformular, das auf jedem Smartphone im Browser läuft. Eine eigene App muss nicht installiert werden.
Das Prinzip lässt sich auch mit Microsoft 365 umsetzen, etwa mit Power Automate, Microsoft Forms, Planner oder Listen und SharePoint als Ablage. Welche Werkzeuge passen, hängt davon ab, was im Betrieb schon genutzt wird.
Hinweis: Die Beschreibung fasst die Umsetzung aus drei Betrieben zusammen. Nicht jeder Betrieb nutzt jeden Baustein. Grundlage ist die Konfiguration der laufenden Automatisierungen, Stand August 2026.
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Beschreiben Sie kurz, wie es bei Ihnen heute läuft. Ich sage Ihnen ehrlich, ob und wie sich das automatisieren lässt.
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